Intels neue Coffee Lake CPUs: Erhöhte Thermische Belastung

Seit kurzem ist mit Coffee Lake die achte Prozessorgeneration von Intel erhältlich. Im Zuge der Einführung der neuen Prozessorgeneration wurde mit Z370 auch ein neuer Chipsatz vorgestellt. Während CPU Kühler, u.a. angeboten von ARCTIC, dank des mechanisch gleichen Sockel weiterhin kompatibel sind, wird beim Wechsel auf Coffee Lake wegen des neuen Chipsatz zwingend ein neues Mainboard benötigt. Mainboards mit älteren Chipsätzen (u. a. Z270/H310/H370/B360) sind trotz des mechanisch gleichen Sockels nicht mehr mit Intel Coffee Lake Prozessoren kompatibel.

Bis zu 100 Watt Mehrbelastung

Das deutsche Fachmagazin c’t hat bei einem Test in Ausgabe 23/2017 vier neue Mainboards mit dem Chipsatz Z370 untersucht und festgestellt, dass alle Mainboards in ihren Standardeinstellungen die Prozessoren übertakten und außerhalb von Intels Spezifikationen betreiben. Getestet wurden:

  • Asrock Z370 Extreme4
  • Asus PrimeZ370-A
  • MSI Z370-A Pro
  • Gigabyte Z370 Aorus Ultra Gaming

Intels Begrenzungen des Turboboost (Stromzufuhr, Multiplikatoren) umgehen alle Mainboard Hersteller, was zu einer signifikanten thermischen Mehrbelastung führt. Im Falle von Intels aktuellem Spitzenmodell, dem i7 8700K, kann es zu einem erhöhten Verbrauch von bis zu 100 W zusätzlich kommen. Dies verursacht eine spürbar erhöhte Temperatur des Prozessors und erfordert eine Kühllösung, die diesen Mehraufwand abdecken kann.

Selbst wenn von Intel offiziell eine TDP von 95 W für das aktuelle Spitzenmodell 8700K angegeben ist, kann bei der Nutzung der genannten Mainboards unter Volllast eine Kühlung von 180 W notwendig sein oder aber die per ‚Default‘ eingestellte Übertaktung muss im BIOS deaktiviert werden.

Starke CPU Kühler notwendig

Wir raten sämtlichen Nutzern von Intels Coffee Lake und deren K CPUs diese Mehrbelastung durch Übertaktung bei der Wahl Ihres Kühlers zu beachten oder alternativ die Übertaktung im BIOS zu deaktivieren.